Hans H. Diebner (*1960)

Seit 01.08.2013 bin ich am IMB-Institut für Medizinische Informatik und Biometrie der TU-Dresden als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich der Systembiologie und Mathematischen Modellbildung mit Schwerpunkt Theoretische Stammzellbiologie und Dynamik von T-Zellen tätig.

Im Jahre 1994 schloss ich mein Physikstudium an der Universität Tübingen mit einer von Prof. Otto E. Rössler betreuten Diplomarbeit über exakt-reversible Algorithmen für Molekulardynamik-Simulationen ab. Nach Vorlage der ebenfalls von Rössler betreuten Dissertation "Zeitabhängige deterministische Entropien und dissipative Strukturen in exakt-reversiblen Newtonschen molekulardynamischen Universen" wurde ich im Dez. 1998 promoviert. Von Okt. 1997 bis Juli 1999 war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medizinische Biometrie der Universität Tübingen in der Arbeitsgruppe von Prof. Klaus Dietz. Mein Forschungsgebiet war die immuno-epidemiologische Modellierung von Malaria und anderen Infektionskrankheiten.
Von August 1999 bis August 2013 verlagerte ich den Schwerpunkt meiner Forschung auf die performative Wissenschaft - einen Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft. Ich unternahm hierbei den Versuch, Phänomenologie und Wissenschaft zu verbinden. Von 1999 bis 2005 betrieb ich diese Forschung als Leiter des Instituts für Grundlagenforschung am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) Karlsruhe, vom 01.01.2006 bis 31.07.2013 als freiberuflicher Projektleiter am Institut für Neue Medien (INM) in Frankfurt am Main. Ein Buch zu den Ergebnissen der Grundlagenforschung am ZKM ist im Jahre 2006 unter dem Titel Performative Science and Beyond - Involving the Process in Research im Springer-Verlag erschienen.
Am 01.08.2013 kehrte ich wieder vollständig in mein ursprüngliches Forschungsgebiet der Modellierung komplexer System zurück. Siehe hierzu auch meine Website zur Komplexität.

Chronologische CV:

1. August 2013 - dato:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am IMB-Institut für Medizinische Informatik und Biometrie der Technischen Universität Dresden. Forschungsschwerpunkte:
1. Januar 2006 - dato:
Freier Mitarbeiter (bis Juli 2013 Leiter) im Projekt Performative Wissenschaft am INM-Institut für Neue Medien, Frankfurt am Main.
  • Forschung zwischen Kunst & Wissenschaft..
  • Kuratorische Tätigkeiten, z.B. Ausstellung im Kontext meiner INM-Forschung.
  • Gestaltung interaktiver Medieninstallationen, hauptsächlich zu wissenschaftlichen Inhalten (komplexe Systeme).
  • Auftragstätigkeiten im Bereich Web-Publishing (Gestaltung & Content Management).
Juli 2004 - Juli 2013:
Kategorienmanager der Art & Science-Kategorie im MARCEL-Projekt: "A permanent broadband interactive network and web site dedicated to artistic, educational and cultural experimentation, exchange between art and science and collaboration between art and industry."
Sommer-Semester 2004, 2007-2011:
Lehrauftrag an der KF-Universität Graz am ISIS-Institut für Systemwissenschaften, Innovations- und Nachhaltigkeitsforschung im Bereich der qualitativen Umweltsystemwissenschaften.
9. - 12. November 2009:
Lehrauftrag an der Hochschule der Künste, Bern am Institut für Interdisziplinarität. Verantwortlich für die Toolbox "Physik für Künstler".
5. Januar - 13. Februar 2009:
Lehrauftrag an der Universität Bern am Institut für Erziehungswissenschaft. Verantwortlich für das Modul 16 "Medien - Kunst - Netz" des "Master of Advanced Studies in Fachdidaktik - Kunst und Gestaltung".
1. Juni - 15. Juli 2007:
Gastprofessur an der Universidad de Los Andes, Bogota. Sommerkurs "Between Arts and Science" zusammen mit Andres Burbano.
1. Juli 1999 - 31. Dez 2005:
Gründungsleiter des Instituts für Grundlagenforschung am Zentrum für Kunst und Medientechnolgie, Karlsruhe.
Sommer-Semester 2005:
Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe. Seminar: Performative Wissenschaft.
21. Jan - 29. März 2005:
Gastwissenschaftler bei Prof. Ichiro Tsuda, Hokkaido University, Faculty of Science, Institute for Mathematics, Sapporo. Unterstützt vom DAAD und JSPS.
Oktober 2003:
Organisation des Symposiums Space-Time Physics, Transfinite Mathematics and Computer Art" - Ein internationales Symposium. ZKM, Karlsruhe. Zum Symposium sind Proceedings unter dem Titel Space-Time Physics and Fractality erschienen.
Winter-Semester 2003/2004:
Organisation (zusammen mit Paul Modler, HfG) des zweiwöchentlichen Seminars zu Sonifikation and Audifikation an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe.
Juli 2003:
Organisation (zusammen mit Lehan Ramsay, Future University, Hakodate) des Symposiums "Hierarchies of Communication" - An inter-institutional and international symposium on aspects of communication on different scales and levels. ZKM, Karlsruhe. Proceedings: Hans H. Diebner and Lehan Ramsay: Hierarchies of Communication. ZKM, Karlsruhe, 2003.
Winter-Semester 2000/2001:
Organisation des interfakultativen Kurses "Komplexität" in Kooperation mit der Universität Karlsruhe. Veranstaltungsort: ZKM, Karlsruhe. Vorlesungsskript: Hans H. Diebner (Hsg.), Studium generale zur Komplexität. Genista, Tübingen 2001.
Mai 2000:
Organisation (mit Tim Druckrey und Peter Weibel) des Symposiums Sciences of the Interface - An international symposium on the historical, philosophical, mathematical, physical, biological, social, artistic and technical aspects of the interface. Veranstaltungsort: ZKM, Karlsruhe. Proceedings: Hans H. Diebner, Timothey Druckrey, Peter Weibel: Sciences of the Interface, Genista, Tübingen, 2001.
Oktober 1997 - Juli 1999:
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) am Institut für Medizinische Biometrie, Universität Tübingen bei Prof. K. Dietz. Immuno-Epidemiologische Modelle und Analysen, insbesondere von Malaria-Infektionen. Vorlesungen und Kurse in "Bio-Mathematik für Medizinstudenten". Biometrische Beratung bei Medizinischen Forschungsvorhaben.
Dezember 1998:
Doktoratsrigorosum. Dissertation zu "Zeitabhängige deterministische Entropien und dissipative Strukturen in exakt-reversiblen Newtonschen molekulardynamischen Universen" an der Fakultät für Chemie und Pharmazie an der Universität Tübingen. Erschienen im Grauer-Verlag, Stuttgart, 1999. Doktorvater: Prof. O.E. Rössler.
April 1995 - September 1997:
Wissenschaftliche Hilfkraft am Institut für Medizinische Biometrie, Universität Tübingen bei Prof. K. Dietz. Programmierung von statistischer Analysen, insbersondere von Maximum-Likelihood-Problemen.
März 1994:
Diplom in Physik. Diplomarbeit zu "Exakt-reversible Algorithmen für Dynamiksimulationen" in der Abteilung Theoretische Chemie der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Astrophysik, Abteilung Computational Physics, Universität Tübingen. Diplomvater: Prof. O.E. Rössler.
Oktober 1986:
Immatrikulation an der Universität Tübingen für ein Physikstudium.